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Silverfoxesclub-digest In this issue: -Holland 1943: Homosexuals in the Dutch Resistance Movement
---------------------------------------------------------------------- [The following text, translated by me from German into English, was taken from Lutz van Dijk.s anthology .Ein erf|lltes Leben . trotzdem . : Erinnerungen Homosexueller 1933-1945. (.A Fulfilled Life . Despite It All . : Memories of Homosexuals 1933-1945.), Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg, Germany, 1992.]
On the evening of March 27, 1943, a resistance unit comprised of artists, students and two young
doctors raided the .bevolkingsregister. [residents. registration office] in Amsterdam. One of
them, costume designer Sjoerd Bakker, had tailored [German] police uniforms for the entire unit.
The leader of the group, artist and writer Willem Arondius, wore the uniform of a police captain.
With the aid of these disguises, they managed to gain entrance to the building without attracting
any attention and immediately set to work disarming all the guards posted there. While doing so,
they took extra care not to harm any of them. The guards were temporarily rendered immobile after
being injected with harmless amounts of a tranquilizing substance.
[More material on that moving chapter of Dutch history, taken from Dutch and personal sources, is soon to follow. Here is the same text from Lutz van Dijk.s aforesaid book, in the original German:] Am Abend des 27. Mdrz 1943 |berfiel eine Widerstandsgruppe von K|nstlern, Studenten und zwei jungen Drzten das zentrale Bevvlkerungsregister [.het bevolkingsregister.] in Amsterdam. Einer von ihnen, der Kost|mschneider Sjoerd Bakker, hatte f|r alle [deutsche] Polizeiuniformen geschneidert. Ihr Anf|hrer, der Maler und Schriftsteller Willem Arondius, trug die Uniform eines Polizeihauptmannes. Mit Hilfe dieser Verkleidung verschafften sie sich zundchst Zutritt, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, und |berwdltigten dann das gesamte Wachpersonal. Es wurde Sorge getragen, da_ niemand verletzt wurde. Die Wachleute wurden von den Drzten mit harmlosen Betdubungsspritzen ruhiggestellt. In den folgenden Minuten legt die Gruppe im gesamten Gebdude Brandsdtze, die, nachdem alle das Gebdude verlassen haben und die betdubten Wachleute in den Garten gelegt worden sind, ferngez|ndet werden. In allen Rdumen bricht nach f|nf Detonationen Feuer aus. Die deutschen Sicherheitskrdfte benvtigen |ber vier Stunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Alle Brandstifter kvnnen unerkannt fliehen. Der Brandanschlag auf das Amsterdamer Bevvlkerungsregister hat eine enorme psychologische Wirkung: Selbst wenn nicht alle Karteikarten verbrennen, sind doch die deutschen Besatzer enorm verunsichert, und mehrere Gruppen im ganzen Land f|hlen sich zu dhnlichen Anschldgen ermutigt. Seit Mai 1940 sind die Niederlande von der deutschen Wehrmacht besetzt, seit Juli 1942 haben die Deportationen der Juden in die polnischen Vernichtungslager begonnen. Rund 25 000 der etwa 140 000 Juden in den Niederlanden leben zu dieser Zeit illegal und zumeist in Verstecken, in denen sie von nicht-j|dischen Menschen versorgt werden. Die im Widerstand aktiven K|nstler widmen sich schwerpunktmd_ig der Gestaltung von gefdlschten Identitdtskarten f|r Verfolgte. Eine Gefahr bei diesen falschen Ausweisen besteht selbst bei einwandfreier Fertigung darin, da_ von jedem Ausweis im Bevvlkerungsregister ein Doppel existiert - --- mithin einer dortigen \berpr|fung in keinem Fall standhalten kann. So entsteht die Idee, diese Register anzuz|nden, um mvglichst viele Karteikarten zu vernichten. Der homosexuelle Schriftsteller und Maler Willem Arondius |bernimmt die Leitung der Aktion. Zwei weiter schwule Mitstreiter sind der Schneider Sjoerd Bakker und der Schriftsteller Johan Brouwer. Sie alle werden von einem bis heute Unbekannten verraten, verhaftet und zum Tode verurteilt. Wdhrend des Schauprozesses nimmt Willem Arondius die Hauptschuld auf sich. Nur die beiden jungen Drzte [Cees Honig und Willem Beck] werden daraufhin zu einer langjdhrigen Haftstrafe verurteilt und |berleben die NS-Zeit. Kurz vor der Hinrichtung nimmt Willem Arondius seiner Anwdltin ein Versprechen ab: [.Homo.s hoeven niet minder moedig te zijn dan andere mensen. (.Schwule sind nicht weniger mutig als andere.)] Selbst in den liberalen Niederlanden dauert es bis zum April 1990, bis eine breitere Vffentlichkeit von dieser Botschaft erfdhrt: Im Fernsehen wird |ber sein Leben eine Dokumentarbiographie der Filmemacherin Toni Bouwmans ausgestrahlt, die viel Anerkennung erfdhrt. [.Na het feest, zonder afscheid verdwenen. . Notities uit het leven van Willem Arondius (.Nach dem Fest: Ohne Abschied verschwunden. . Notizen aus dem Leben von Willem Arondius), Dokumentarfilm, Niederlande, 1990]
"My friends, may this knowledge of comrades offer you a security, which will protect you from spiritual impoverishment. And may it be for you a power to strengthen your conviction, amid the anathemas that you, too, will perhaps not escape."--------Karl Heinrich Ulrichs (1825-1895), in "Prometheus," ("Research on the Riddle of Man-Manly Love") p. 72, Leipzig, Germany, January 1870. End of silverfoxesclub-digest V1 #293
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